Zitat:
Zitat von Ramoth
Guppys und Mollies haben nicht die selben Ansprüche an das Wasser. Es gibt durchaus Guppys die in Weichwasser leben. Was auf euer Aquarium in der Kita zutreffen dürfte, da sich die Neons vermehren. Während Mollies hartes Wasser brauchen, in den meisten Becken bräuchten sie sogar einen Salz Zusatz. Was leider die wenigsten wissen bzw. machen. Lebendgebärend ist nicht gleich Lebendgebärend wenn es um die Wasserwerte geht.
Was die Fütterungsempfehlungen angeht, so kann man keine allgemein gültige Aussage treffen die für alle Fische gilt. Ist das selbe als wollte man für alle Säugetiere eine Empfehlung raus geben.
Ein falscher Besatz kann tatsächlich zu Krankheiten führen. Wenn die Wasserwerte nicht stimmen stehen die Fische unter dauerstress, das verkürzt auf jeden Fall die Lebenserwartung. Dann ist vielleicht noch eine Fischart dabei die für eine andere Art zu hektisch ist und irgendwann ist das Immunsystem der Fische so stark geschwächt das die Fische Krank werden. Da gibt es dann in Regelmäßigen Abständen Krankheiten. Es müssen öfter mal neue Fische gekauft werden. Wenn in einem solchen Becken dann noch Wasserbelastungen wie Nitrit dazu kommen bricht das große Sterben aus.
|
Ich geb a) France recht
und b)
Unser Wasser hier ist sehr hart

. (Ich halte nicht umsonst Barsche aus Ostafrika in meinem großen Becken. Diese Barsche fühlen sich in solch Wasser recht wohl, weil sie ähnliche Lebensumstände in ihrer Heimat haben....also nix von wegen aufgrund des weichen Wasser vermehren sich die Neons

).
Ich muss auch sagen, solch, wie von dir gezeichnete Horrorszenarien hab ich selbst nie erlebt und in (als interessantes Beispiel

) eben oben benannten Becken müsste ja dann aufgrund einer großen Überbevölkerung auch ein Massensterben stattfinden, tut´s aber nicht, viel mehr haben sich die Bestände nicht nur gehalten, sondern vermehrt und das in einem begrenzten Raum von etwa 120 l. Normaler Weise hätt ich sowas auch nicht geglaubt; aber ich seh täglich die riesige Meute Guppys (heute waren wieder ganz frische babys darunter

) und die Meute der Neons und die vielen Antennenwelse, die ja angeblich so revierbildend sein sollen, dass sie andere Antennenwelse neben sich (zumindest die Männchen) auch mal zu Tode scheuchen würden...Passiert ebenso nicht.....
Lebenserwartung kann ich in dem Becken kaum abschätzen; aber da es die zwei Urwelse noch gibt (beides Mordsmollies von um die 15-20 cm), wird die Lebenserwartung normal sein

. Lebendgebärende werden von Natur aus meist nicht älter als 3 Jahre (und das is schon ziemlich alt

). Bei Neons is man sich nich schlüssig, manch einer sagt 3-5 Jahre, der andere hat schon Tiere gehabt die sogar älter gewesen sein sollen........Jedenfalls, im Gegensatz zu den meisten etwas aufwendigeren Fischarten und zu den allermeisten Welsen recht kurzlebige
Fische.
Das mit dem Salzzusatz bei jeglichen Lebendgebärenden ist aber sooooooooooooooo ein alter Hut, dass ihn inzwischen auch fast sämtliche Zooläden kennen, manche sogar praktizieren.....Mollys gehen übrigens bei diesem Salzzusatz ganz gern mal hops...So viel dazu, dass gerade die Mollys diesen Salzzusatz benötigen. Vielmehr lieben diesen Zusatz gerade Guppys. Bei Platys hab ich persönlich damit positive Erfahrungen gemacht, bei Mollys eben negative

. Alle drei Fischarten brauchen den Zusatz von Natur aus aber nicht und man muss auch kein Salz dem Wasser zugeben, man kann, wenn man mag

.
Naja, Fütterungsempfehlungen für Hunde und Katzen und Pferde (sogar für Schildkröten) sind allerdings schon präzise im Gegensatz zu dem, was auf den Futterverpackungen für
Fische steht, oder??
Ich frag mich, wie man guten Gewissens solch schwammige Beschreibungen zu Anwendung des Futters auf Verpackungen schreiben kann?
Und wie kommen übrigens die hohen Nitritwerte in Wasserwerten zustande???
Richtig! Durch verkehrte Fütterung! Zuviel, zuviel, zuviel!
Zuviel Futter, dadurch hoher Anteil von Futterresten am Boden....Fischkot.....
Kommt jetzt n schlechter Filter dazu, dann hast du sehr schnell die von dir erwähnte Nitritvergiftung des Wassers. Ziemlich tödlich für
Fische und Becken

!
Wäre es nich sinnvoll, doch ne detaillierte Fütterungsempfehlung für
Fische heraus zu geben, wie es für soooooo viele andere Tierarten möglich ist??
Edit: Natürlich kann auch Stress hohe Nitritwerte auslösen, denn bei Stress erhöht sich der Stoffwechsel, heißt,
Fische geben erhöht Kot ab und
können (sofern wie beim Füttern, wenn viele Unwägbarkeiten zusammenkommen) ihr Wasser derart belasten, dass ein großes Fischsterben beginnt.
Den meisten Stress haben aber Transportfische und Neuzugänge. Beim Neueinsatz in ein bereits bestehendes Becken
nie das Transportwasser mit ins Becken geben und während der Einsetzphase mit ausgeschaltetem Licht dem Fisch/den Fischen Ruhe verschaffen. Mit diesen zwei simplen Grundregeln verringert sich die Vergiftung mit Nitrit erheblich bei Neubesatz.
Einen falschen Besatz kannste dann haben, wenn du die falsche Ausstattung für dein Becken gewählt hast....Viel macht nämlich schon Bepflanzung und Einrichtung im Becken aus.
Daher kann sogar eine falsche Fischzusammensetzung (und davon redest du ja) in einem gut eingerichtetem Becken miteinander harmonieren. Die meisten Gesellschaftsaquarien bestehen nämlich aus genau diesen verkehrten Zusammensetzungen, harmonieren allerdings auch über Jahre und Jahrzehnte prächtig, sofern die Umgebung (die Ausstattung, Befilterung, Fütterung, Beckengröße) stimmt.