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vor ein paar Monaten haben wir uns gegen den Rat unseres Tierarztes ein zweites Kaninchen angeschafft. Die beiden haben sich auch sofort super verstanden, viel geschmust usw.
Nach ein paar Wochen haben wir dann beobachtet, dass die beiden auch noch angefangen haben rum zu ******. Verkauft wurde uns der kleine als Weibchen, also haben wir erstmal selbst nachgeschaut und dann auch noch mal (vorsichtshalber) den TA schauen lassen. Naja, statt eines Weibchens haben wir also nun ein kleines Böckchen.
Es ging relativ schnell und der kleine wurde auch noch agressiver, hat alle angegriffen, die in den Stall gekommen sind und hat angefangen unsere Kaninchendame zu rupfen, bis sie kaum noch Fell auf dem Rücken hatte.
Inzwischen ist er kastriert, aber die Aggressivität ist eher noch schlimmer geworden, anstatt besser. Beim Futter rein geben muss man schnell sein und als wir die beiden letzte Woche das erste mal wieder zusammen lassen wollten, hat er unser Weibchen gleich wieder gebissen.
Legt sich das noch? Die Kastration ist jetzt so 3-4 Wochen her. Die beiden haben einen 8 m² großen Auslauf, wo sie ganzjährig drin leben. Seit der Kastration haben wir da einen normal-großen Kaninchen Käfig drin stehen, für das Männchen. Soll aber eigentlich nur übergangsweise sein, sonst hätten wir uns die Kastration auch sparen können
Habt ihr einen Tipp für uns? wäre echt schade, wenn man die beiden nicht mehr vergesellschaftet bekommt, sie haben sich am Anfang so gut verstanden.
warum hat euch euer Tierarzt denn von einem Artgenossen abgeraten?
Wie alt ist der Kurze denn? Wenn er schon voll geschlechtsreif war, dauert es bis zu 6 Wochen, bis sich die Hormonproduktion eingependelt hat. Durch die Kastration sind zwar die Hoden und damit eine der Hormonproduktionsquellen entfernt worden, aber die entsprechenden Hormone waren ja schon im Blut und das dauert einfach, bis die dann wieder abgebaut sind.
Aggressivität und das übersteigerte Verhalten (das Beißen ist meist ein aus dem Ruder laufender Putzreflex) kann aber auch ein Zeichen von ganz normaler Kaninchenpubertät sein. Auch das dauert einfach seine Zeit, bis sich das eingespielt hat.
Die ständige Trennerei provoziert übrigens ein aggressives Verhalten. Die beiden müssen sich kloppen und beißen, um eine Rangfolge auszufechten. Da müssen die beiden und Du als Halter durch. Es ist unschön, ja, aber es ist normales Kaninchenverhalten. Wenn Du die beiden immer wieder trennst, kommen sie nie dazu, ihre Regeln abzuklären und mit jedem neuen Versuch wird es heftiger und heftiger.
Also: hoffen, daß der Kleine keinen durchschlagenden Erfolg bei seinen Aufreitversuchen hatte (wie alt ist die Häsin???), weg mit dem Käfig und die beiden einfach machen lassen. Platz haben sie genug und es ist einfach normal, daß am Anfang das Fell fliegt und die Kaninchen durchaus auch mal ziemlich zerfleddert aussehen. Wie gesagt - unschön, aber bei Kaninchen nicht zu ändern.
Trennen würde ich nur, wenn es wirklich blutig wird. Er die Häsin also packt, zur Seite wirft und in den ungeschützten Bauch treten will. Alles andere ist normales Kaninchenverhalten und gibt sich, wenn sie ihre Grenzen abgesteckt haben. Meiner Erfahrung nach kann eine Zusammenführung bis zu drei Wochen dauern.
also der TA hat davon abgeraten, weil er letztes Jahr der Meinung war, dass unsere Dame den Winter nicht mehr überlebt, weil sie keine Zähne mehr hat und somit kein Heu usw. mehr knabbern kann.
Mit Babybrei, eingeweichten Pellets und Haferflocken haben wir sie aber wieder gut rund bekommen und sie hat den letzten Winter auch gut überstanden.
Sie ist jetzt etwa 9 Jahre alt. Deswegen haben wir auch die Hoffnung, dass es keinen Nachwuchs gibt. Der Kleine ist jetzt etwa ein halbes Jahr alt. Dürfte also schon geschlechtsreif sein.
Der Käfig steht auf dem Boden. Dachte, dass die Machtkämpfe weniger werden, wenn sie den selben Geruch haben und sich immer sehen können. Immerhin kann Madame sich ohne Zähne ja praktisch nicht wehren