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die armen Kampfhunde!Achtung nichts für schwache nerfen Beitrag #22
Toto
Benutzer
Registriert seit: 05.02.2006
Ort: Haan / Rhld.
Alter: 36
Beiträge: 90
Problem ist halt, wenn es bei "Kampfhunden", "klick" macht und sie durchdrehen, es sehr schlimm wird, da ihre Beisskraft einfach enorm ist. Die können einfach Knochen brechen mit ihren Kiefern.
Glaube auch, das die "Unfälle" mit Kampfhunden nur einen kleinen Prosentsatz ausmachen, im Verhältnis Kampfhund zu Normalhund, auf die gesamte Population gesehen. Nur wenn was passiert, dann meistens was schlimmeres, als ein einfacher Biss. Weil es dann einfach "Klick" macht und die Gene halt so sind bei ihnen.
Ich kenne auch super "Kampfhunde" denen ich vertrauen kann, aber wer sagt mir, das ein lieber aus dem Tierheim nicht doch mal durchdreht ? Meistens weiss ja keiner was er alles erlebt hat.
Meistens sind ja eh die Besitzer Schuld, bzw. immer.
Letztens auf einer Hundewiese hat ein Pittbull oder so, andere Hunde laufend gemopt. Klar sollen das die Hunde selber regeln, aber ein gemopter kleiner Jack Russel lief angeleint neben dem Kinderwagen und die Frau, die ihr Kind schob, hatte richtige Probleme. Und was macht der andere Besitzer ? Nichts!
Doch er sagte dann......"Bohr mein Hund ist ja voll der Killer, geil"!
Da hört bei mir alles auf und ich war kurz davor den beim Ortnungsamt anzuzeigen, obwohl ich eigentlich nichts damit zu tun hatte.
Aber eine Freundin hat nur zu ihm gesagt, womit ich ihm nichts mehr sagen konnte; " Sie müssen aber echt was kleines in der Hose haben, wenn sie solche Sprüche, mit Killer und so, loslassen."
Da war natürlich direkt nette Stimmung
die armen Kampfhunde!Achtung nichts für schwache nerfen Beitrag #23
Alana
Moderator:
Registriert seit: 27.09.2005
Ort: Lkr. Böblingen
Alter: 34
Beiträge: 1.490
Zitat:
Doch er sagte dann......"Bohr mein Hund ist ja voll der Killer, geil"!
Tja - und genau diese Schwachmaten sind schuld am schlechten Ruf dieser Rassen. Bzw. daran, daß mittlerweile ja jeder große, kräftige Hund als "Kampfhund" angesehen wird.
War erst neulich hier wieder im Käseblatt "Kind von Kampfhund zerfleischt". Im Text stand dann allerdings "Schäferhund" .... seltsam, nicht wahr?
Ich kenne auch diverse "Kampfhunde", alle als Familienhunde gehalten und auch als solche erzogen. Sie haben einen ordentlichen Terrierdickschädel, brauchen eine konsequente, durchaus auch strenge Erziehung, aber aggressiv ist keiner von ihnen.
Ich weiß, es sind Einzelfälle, aber meine Freundin hat einen schon älteren Bulli, ein Schaf von einem Hund, einer von der Sorte, der jeden Besucher schwanzwedelnd abschlabbert. Dieser Hund durfte keine Hundeschule im Umkreis von 50km besuchen - da er als Kampfhund unerwünscht war! Meine Freundin hat den Wesenstest mit ihm abgelegt und seither reagiert dieser Hund, der vorher wirklich nicht wußte, was Knurren ist, äußerst aggressiv auf Regenschirme und Männer mit Hüten oder Kapuzen.
Ein ähnliches Spiel bei einer Kollegin mit 10 Jahre altem Pitbull. Nie gab es Probleme, der Hund war gut erzogen. Dann ging die Hysterie los und auf einmal gab es Probleme mit dem Vermieter, Bekannte mieden sie, es wurden Gerüchte über den "gefährlichen" Hund in Umlauf gebracht. Das ging so weit, daß meine Kollegin mit dem Hund nach kurzer Zeit nirgends mehr auftauchen konnte. Daß der Hund auf die veränderte Haltung der Mitmenschen verunsichert reagierte und dadurch auch drohte und knurrte (was durch ein entsprechendes Kommando sofort im Griff war, aber das interessiert ja keinen), galt als Bestätigung, daß dieser Hund ja eine Zeitbombe ist.
Bei Sanu endete es damit, daß er vergiftet wurde.
Es ist ja heute noch so, wenn ich mit einem "Listenhund" aus dem Tierheim zum Tierarzt gehe, muß ich vorher anrufen und fragen, ob viel los ist. Denn wenn das Wartezimmer auch nur einigermaßen belegt ist, DARF ich mit einem Listenhund da nicht auftauchen. Da beschweren sich die lieben Mitmenschen.
Es ist mir auch schon passiert, daß ich mit einem schwarzen Labradorwelpen fürchterlich angegangen worden bin, was mir einfällt, mir einen Kampfhund zuzulegen. Eh - hallo? Das war ein Welpe, 10 Wochen alt und ein Labbi!!!!!! Aber erklär das mal einem Rentner, der so richtig in Fahrt ist .....
Das Zuchtverbot finde ich generell nicht verkehrt - schon allein aus dem Grund, daß es viel zuviele schlecht gehaltene Hunde gibt und man dann wirklich nicht auch noch für Nachschub sorgen muß. Aber für die Kampfhundrassen ist es ein weiteres Stigma, das Zuchtverbot schiebt die Rassen noch weiter in die illegale Ecke.
Wichtiger fände ich wie auch schon erwähnt, ein rasseunabhängiger Hundeführerschein.
die armen Kampfhunde!Achtung nichts für schwache nerfen Beitrag #24
Rakos
sowas von Benutzer
Registriert seit: 02.08.2006
Beiträge: 61
Zitat:
Zitat von Alana
Wichtiger fände ich wie auch schon erwähnt, ein rasseunabhängiger Hundeführerschein.
Grundsätzlich würde ich das auch begrüßen, aber bitte gut durchdacht.
Natürlich sollte man trotzdem von wirklich kompetenter Stelle (denn hier kann auch viel Schmuh gemacht werden) den Hund an sich überprüfen, wie auch die Sachkunde und Vorgeschichte des Halters durchleuchten.
Das wird allerdings vom Verwaltungsaufwand her kaum zu bewältigen sein, womit auch wieder klar wird, warum man versucht einzugrenzen.
Mal wieder ein gutes Beispiel für Schnellschüsse und den ganz alltäglichen Wahnsinn:
Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege, aber in Hamburg ist es so, dass jeder, der seinen Hund ohne Leine laufen lassen will, je Hund einen Schein braucht. Macht bei einer vierköpfigen Familie mit drei Hunden (gut, etwas viel, aber solche Fälle sind auch nicht selten...) genau 12 Scheine... die auch alle viel Geld kosten...
die armen Kampfhunde!Achtung nichts für schwache nerfen Beitrag #25
Alana
Moderator:
Registriert seit: 27.09.2005
Ort: Lkr. Böblingen
Alter: 34
Beiträge: 1.490
Zitat:
Grundsätzlich würde ich das auch begrüßen, aber bitte gut durchdacht.
Das sowieso - aber wo wäre denn das Problem, beispielsweise die Begleithundeprüfung als Pflicht zu nehmen? Da ist ja eigentlich alles enthalten, was ein Hund können sollte.
die armen Kampfhunde!Achtung nichts für schwache nerfen Beitrag #26
Clari
Clari
Registriert seit: 09.07.2006
Alter: 20
Beiträge: 14
Zitat:
Zitat von Rakos
In der ganzen Kampfhund-Debatte geht es nicht zuletzt um Aggressionspotenzial, und ich denke, dass der kleine Voltan damals wohl nicht zu Tode gekommen wäre, wenn er von zwei freilaufenden Dackeln attackiert worden wäre. Die Hunde allerdings hätte wohl die gleiche Konsequenz ereilen müssen, sobald sie einen Menschen anfallen.
Schon klar, dass er bei Dackeln nicht zu Tode gekommen wäre... Aber bei einem Labrador, Schäferhund, Collie usw. wäre er auch zu Tode gekommen...
Deshalb sollten alle Hunde einen Wesenstest machen...
Zwar können kleine Hunde nicht tod beißen, aber schon böse Wunden verursachen. Außerdem ist ja nicht unbedingt immer der Biss das tödliche, es könnte ja auch sein, dass der Hund eine Krankheit überträgt (Tetanus...), die zwar nicht tödlich sein muss, aber trotzdem sehr unangenehme Folgen haben könnte...
lg Clari