Vollständige Version anzeigen : Wichtig: Vor der Anschaffung eines Tieres!!
Liebe Haustiere.net User
Ich bitte um Mithilfe bei diesem Thread.
Es ist mir vielfach aufgefallen, das sich einige Leute nicht richtig Gedanken machen vor der Anschaffen eines Haustieres, sei es Vogel, Hund oder Schildkröte...
Damit es einmal eine Grundfestlegung der Dinge gibt, wo sich alle einig sind, die notwendig sind, um einem Tier ein schönes zu Hause zu geben,
soll dieses Thema hier ein paar Anhaltspunkte geben.
Es muss nicht unbedingt auf einzelne Tiere gemünzt sein, jeder Tierhaltung ist unterschiedlich, klar;
Aber es gibt Grundbedürnisse, die jedes Tier hat und jedem Tier zustehen sollte!
Als aller aller Erstes einmal: ZEIT
Wenn man sich ein Tier anschaffen möchte, muss man sich in jedem Fall darüber informieren, wieviel Zeit es benötigt;
danach kann dann abgeschätzt werden, ob man überhaupt in der Lage ist, sich ausreichend um das Haustier zu kümmern.
Auch aus welchem Grund ein Tier nach Hause kommen soll, sollte man sich überlegen.
Als Zweites: VERANTWORTUNG
Kommt ein Haustier in eine Familie, muss zuerst geklärt werden, wer dafür verantwortlich ist;
ist es ein Mama/Papa- Tier, oder gehört es der kleinen Susie, oder sind alle Kinder dafür da, dem Tier Futter zu geben, das Heim sauebr zu machen und sich mit ihm zu beschäftigen.
Es kommt oft vor, das es dann hinterher heißt: "ja es ist dein Tier, ich kümmer mich da nich drum"- das darf nicht passieren...
Dann ganz wichtig: TIERZUHAUSE
Jedes Tier benötigt einen Platz für sich allein, sei es ein Käfig, ein Körbchen, ein Aquarium, pi pa po...
Der Satz: " Ach mein Papagei hat seine Stange bei mir überm Bett" ist kein schlechter Witz! Das kommt wirklich vor und entfällt mir jeglichem Verständnis.
Je nach Tierart hat man sich Vorher zu informieren, welche Art von Heim es benötigt; das muss nicht immer teuer sein, wer gerne bastelt und werkelt ist mit selberbauen meist besser dran...
Und mein Favorit: ERZIEHUNG
gerade bei Hunden und auch Pferden ist ohne Erziehung kein Auskommen zwischen Mensch und Tier möglich.
Durch die Erziehung begreift das Tier, wo es steht und der Mensch, was er zu tun hat, um dem Tier ein guter Herr zu sein...
Es gibt unzählig viele Erziehungsmethoden; Jedem das Seine
Ob man zu einer Hundeschule gehen möchte, oder nicht, ist jedem selber überlassen;
ABER: Frragen kostet nichts und jeder Rat von jemandem, der sich auskennt mit einem Tier, ist willkommen und man kann dann selber seine eigenen Erfahrungen mit dem Haustier daran erkennen...
Alle diese Dinge müssen geklärt werden, bevor man sich ein Tier überhaupt in der Zoohandlung mal angeguckt hat!!
Die Handlung selber spielt auch eine wichtige Rolle.
Generell rate ich eher dazu, dass sich Leute, die noch nie ein Tier hatten oder sich mit dem Tier was sie sich holen wollen, an einen Züchter zu wenden, oder eine Tierhandlung, die sich mit diesem Tier speziell auskennt...
Es gibt schwarze Schafe, na klar, das kann man vorher nie wissen;
aber es ist doch logisch, das eine Zoohandlung nur für Vögel sich eher schlecht als recht mit Hunden auskennt, oder eine Handlung mit 100 verschiedenen Tierarten nicht jedes Tier einzeln kennen kann (das das eigentlich so sein sollte, steht ausser Frage, aber ich will mich nich zu weit aus dem Fenster lehnen)
In diesem Sinne hätte ich gerne ein paar Kommentare dazu und Tipps für alle, die im Internet nach Rat suchen und in einen Wald gelaufen kommen...
Ich hoffe, das ist ein Anfang für den Weg raus aus de Wald und rein ins Vergnügen, mit einem Tier, das man liebt und das einen gern hat, den Tag zu verbringen...
Liebe Grüsse
Mich erschreckt immer am meisten, wenn ich höre "Ich hole mir nächste Woche den-und-den Hund/Katze/Maus/Krokodil - was muss ich beachten, was muss ich tun, wie muss ich den erziehen"
1. Kann man diese Fragen nie allgemein beantworten. Jede Rasse hat andere Bedürfnisse, andere Charaktereigenschaften, die es zu ebachten gilt.
2. Wenn ich ohnehin weiß, dass es ein Rassetier sein soll, dann wende ich mich als erstes an den zuständigen Zuchtverein, da die Leute sich am Besten mit ihrer Rasse auskennen.
3. Hat man sich m.E. VOR der Anschaffung darüber klar zuwerden udn nicht erst, wenn das Tier schon fast da ist, denn viele Kombinationen passen nunmal nicht zusammen.
Also bitte: Informiert Euch an den passenden Stellen weit bevor Ihr Euch ein bestimmtes Tier zulegt.
Vielleicht stellt sich heraus, dass es gar nicht möglich ist, das tier wirklich art- und rassegerecht zu halten (z.B. ein Hund mit ausgeprägtem Jagdtreib, wenn Ihr nur ´ne Stunde mit dem Hund an kurzer Leien durch den PArk gehen könnnt)
In so einem Fall muss dan einfach der Menschenverstand einsetzen, dass man sagt "Okay, ich liebe diese Rasse, kann sie mir aber nicht halten.".
Ganz wichtig ist auch der Punkt ALLERGIEN
Gibt es bei den zukünftigen Tierbesitzern irgendwelche Allergien oder Überempfindlichkeiten gegen z. B. Federn von Vögeln, Haare von Hunden, Katzen, Kaninchen?
Sowas sollte ebenfalls im Vorfeld abgeklärt werden!!
Oder Urlaub,
wisst ihr wohin wenn der Hund dahin nich mit darf?
Und habt ihr genug Geld dafür den Hund in eine Pension bzw. mitzunehmen oder vielleicht verwandte die den Hund gerne in pension nehmen?ich finde das ist auch sehr wichtig
Ein weiterer Punkt: das Mietrecht.
Heimtiere und auch Katzen dürfen nach aktueller Rechtssprechung zwar in Mietwohnungen gehalten werden, ohne daß der Vermieter wirksam ein Verbot aussprechen darf, trotzdem sollte man sich vor der Anschaffung eines evt. etwas lauteren Tieres (Nymphensittiche ....) mit den Nachbarn kurzschließen.
Zum Thema Tierzuhause möchte ich gerne noch anfügen, daß man in Zoohandlungen seltenst Passendes findet. Die dort erhältlichen Käfige sind durch die Bank weg zu klein.
Eine gute Orientierung bieten die Merkblätter vom TVT (http://www.tierschutz-tvt.de).
Viele Grüße,
Alana
Barney Bär
28.11.2005, 18:28
und: kann ich es mir leisten? Hab ich Ersparnisse für den Notfall? Ein Tierarztbesuch kann schnell mal 150€ kosten.....
Grüßchen Barney Bär
Nochwas zum Thema Tierzuhause:
Eignet sich meine Wohnung überhaupt für ein Tier? Ist genug Platz da, oder steht dann der Käfig vom Kaninchen in einer dunklen Ecke?
Habe ich bei Katzen genug Möglichkeiten ihnen Auslauf zu bieten, sie auch rauszulassen, wenn man keine Hauskatze will?
LG Fanny :)
Butterblümchen
01.12.2005, 16:44
Ein Tierarztbesuch kann auch mehr als 150Euro kosten je nach Tier und ein Tier das z.B. ein Beinchen gebrochen hat kann nach einer Behandlung noch ein wunderschöne Leben haben aber nur wenn der Besitzer das nötige Kleingeld hat um sich entsprechend um das Tierchen zu kümmern sonst versaut man dem armen Lebewesen sein ganzen Leben.
Wichtig finde ich auch noch zu überlegen wie alt das Tier wird und wie lang man selbst noch in der Situation ist das Tier zu versorgen oder wer sich dann um das Tier kümmert. Ich (Schülerin) würde keine Schlangen halten wenn ich nicht wüsste das es mein Papi meine Schlangen und meine Mami den Hund versorgen würden wenn ich studiren will oder erstmal eine kleine Wohnung habe. Ich weiß das es ihnen immer super gehen wird und ich keines meiner Tiere wegen Umziehen oder sonstigem hergeben muss.
Lanzer-Bande
05.12.2005, 16:41
Kann ich für die Laufenden Kosten aufkommen ?? Beim Pferd ganz klar gibts es kaum Grenzen wenn man einsteller ist .Da kann eine Box schon so viel kosten wie eine kleine Wohnung .Abgesehen vom Futter,Versicherung,TA ,Impfen und Wurmkur.Beim Hund fast das gleiche Futter,Impfen ,Wurmkur ,Chip und evt die Kastrazion. Dazu kommen aber noch Hafplicht versicherung und Hundesteuer .Und nicht zu Vergessen Tiere können sehr alt werden . Egal welches Tier immer VORHER informieren und nicht sagen ach HEUTE kauf ich mir mal das und ach demnächst das mal Probieren.Die Tierheime sind voll genug :-( und nach Weihnachten wirds noch schlimmer
LG Jenny und Zoo
Gerade bei Kleintieren wird das mit dem Geld oft übersehen. Tatsache ist, dass die Kosten für Haltung, Futter und Tierarzt (!) den Anschaffungspreis des Tieres um ein Vielfaches übersteigen.
Gerade Tiere wie Katzen und Meerschweinchen, die man oft auch gratis bekommt, sind da betroffen. Die Meerschweinchen hat man vom Nachbarn geschenkt bekommen und weil sie ja so wenig wert sind, bringt man die oft auch nicht zum Tierarzt, viel Geld für einen genügend grossen Käfig gibt man auch nicht aus.
Jedem angehenden Kleintierhalter muss klar sein, dass auch das kleine Tier teuer werden kann! Ich persönlich hab für 1 Meerschweinchen (bzw. die Folgen dieses Meerschweinchens ...) an die 200 Franken ausgegeben. Wer überhaupt keine Tierarztkosten mit seinen Tier hat, schaut oft (nicht immer zum Glück) viel zu wenig zum Tier bzw. hat keine Ahnung und sieht gar nicht, dass es ihm nicht gut geht. Viel zu oft ist da noch die Denkweise "Tiere, die man kostenlos bekommt, brauchen keine Extra-Zuwendungen, entweder sind die gesund oder tot".
PS. 200 Schweizer Franken = 129,8539 Euro (07.12.05) ;)
Hallo,
meine ersten Katzen hollte ich mir damals aus dem Tierheim.
Ich wollte auch bewusst ältere Katzen haben.Sie waren beide ca.14 Jahre alt.
Es war nicht immer einfach,gelinde ausgedrückt!
Wenn man Tiere aus dem Tierheim holt,sollte man sich bewusst sein das sie
schon eine Vergangenheit haben und leider oft eine negative. :(
Ich gab ihnen ihr "Gnadenbrot" bei uns.Der Kater war hochaggressiv vor Angst,den konnte ich nur füttern.Erst lange Zeit später konnte ich ihn
anfassen,ab und an.Er war trotzdem sehr liebenswert!!! :nicken:
Zu Tierheimen selber:Heute würde ich mich besser über das Tierheim
informieren,von dem ich Tiere haben möchte!!!! :nicken:
Was für Personal arbeitet dort?Haben die wirklich Ahnung und können die
mir das richtige Tier vermitteln?!Die Verträge genau durchlesen! :lies:
Bei mir stellte sich heraus das die Katzen nicht zusammen gehörten,obwohl
es mir gesagt wurde.Schlimmer war,das "vergessen" wurde mir zu sagen
das sie krank waren.Ein paar Tage lang kam alles Futter vorne und hinten
aus ihnen raus!Ihr könnt euch vorstellen was hier los war! :eek:
Zu guter letzt rief ich dort an(Katzen waren schon bei unserem TA) um zu
erfahren,was das TH sich dabei dachte.Dabei erfuhr ich das sie auch vergaßen mir zu sagen,dass ich noch zwei Wochen umsonst den dortigen
TA hätte aufsuchen können!
Nicht jedes TH ist so,aber besser informieren bevor man böse überrascht wird,denn die Tiere sind dann die leidtragenden.
Ich möchte noch erwähnen,das auch ältere Tiere einem noch sehr viel
geben können und es sich oft lohnt sich auf sie ein zu lassen!
meine Katzen wurden noch über 18 Jahre alt und ich hätte sie nicht
missen wollen. :)
Gruß Zorbas
~finesse~
09.12.2005, 16:00
Des is ja echt ne Sauerei, was "dein" Tierheim da geliefert hat! :mad: Über so was könnt ich mich echt aufregen.
Wir haben unsere Katze ja von einem Bauernhof und daher hatten wir des Problem - zum Glück - nicht.
Angel-delay
08.03.2006, 13:00
Hatten auch schon das Problem mit dem TH.
Meine Bekannte hat sich zwei Katzen aus dem Tierheim geholt, die sich ANGEBLICH so wunderbar miteinander verstehen würden und schon mehrmals zusammen vermittelt wurden.
Die Ende der Geschichte war dann, dass sich die zwei auf den Tod nicht ausstehen konnten. Der eine war richtig aggressiv auf die andere, die sich nur noch im Eck versteckt hat. Die wurden dann getrennt und siehe da, die Mieze blühte voll auf, zusammen mit einer neuen "Mitbewohnerin". Und auch der Kater fand einen neuen Spielgefährten der richtig gut zu ihm passte.
Also schaut euch die Tiere gut an, soweit dies möglich ist und fahrt ruhig mehrmals raus ins Tierheim. Sprecht wenn möglich mit unterschiedlichen Pflegern.
Noch zur Kleintierhaltung:
Viele vergessen auch, dass Meerschweinchen und Kaninchen, usw. nicht einzeln gehalten werden sollten!!! Die Tiere gehen sozusagen dabei ein.
Also tut eurer Meersau was gutes und holt mind. noch ein zweites Tier dazu und einen dementsprechend großen Käfig, der viel Abwechslung bietet und viel Versteckmöglichkeiten hat.
Grüße
Hallo Angel,
Meine Bekannte hat sich zwei Katzen aus dem Tierheim geholt, die sich ANGEBLICH so wunderbar miteinander verstehen würden und schon mehrmals zusammen vermittelt wurden. Die Ende der Geschichte war dann, dass sich die zwei auf den Tod nicht ausstehen konnten.
Das muß aber nicht die Schuld des Tierheims sein. So einen Fall hatte ich auch schon einmal bei einem Katzenpaar, das 7 Jahre zusammen gelebt hat. Irgendwann ging es nicht mehr, die Kätzin hat sich zu einem regelrechten Biest entwickelt, so daß ich sie abgeben mußte.
Ein Umzug kann tatsächlich dazu führen, daß ein bis dato harmonisches Katzenpaar sich spinnefeind wird.
So ist es gut möglich, daß die Katzen im Tierheim gut miteinander klar kamen und bei Deiner Freundin dann aufgrund des neuen Reviers keinen "gemeinsamen Nenner" mehr finden konnten.
Und wenn Katzen einmal hassen, ist das in den seltensten Fällen reversibel.
Viele Grüße,
Alana
Hi,
also hatte nun 2 Kaninchen ausm Tierheim. Das erste bekamen wir trächtig! Wohl ne Kleinigkeit vergessen zu erwähnen.. naja die 5 kleimen bekam somit das Tierheim wieder, Mama blieb bei uns. 4 Jahre später musste sie allerdings eingeschläfert werden.
Ca 8 jahre später haben wir wieder ein Kaninchen aus nem Tierheim geholt( nein das andere Tier war in der Zeit kein Einzeltier..), da wir für unseren neuzugang ( weißes zahmes ausgesetzt Kaninchen) nen neuen Kumpel brauchten. Erfahrungen hatten wir zwischendurch schon mit kaninchen die nicht einfach im Umgang waren, also beschlossen wir ein Kaninchen zu holen, welches eigentlich keine Vermittlungschance hat. Gesagt gefunden... Sternchen bereichert nun das Rudel, allerdings ist sie extrem Futterneidisch und mag den Käfig nicht teilen :( ! Doof gelaufen.. War dort übrigens mit andern Kaninchen zusammen... kA wie sie es dort mit der Fütterung gemacht haben.
Ansonsten haben wir hier das ein oder andere tier von "privat", die auch nicht ganz einfach sind/waren...
Ich möchte noch ein Wort zu dem Anschaffen eines Tieres verlieren. Jedes Tier hat eine begrenzte Lebenszeit und oftmals liegt die Lebenserwartung weit unter der eines Menschen. Wenn ich mir ein Tier anchaffe, sollte ich mir auch Gedanken darum machen, wie es einst sein wird, wenn es Zeit ist zu gehen.
Gerade wenn Kinder diesen Hausfreund miterleben; sollte man auch diesen Punkt nie vergessen. So schmerzlich es ist. Der Tod eines geliebten Haustieres gehört dazu und man sollte seinen Freund bis zum Ende nicht im Stich lassen und überlegen, wie man dem Tier einen schmerzlosen und angenehmen Übergang schafft.
Ansonsten sind es vorwiegend die Kosten, wie schon so viele sagten, die überdacht werden wollen und die nötige Zeit und Aufmerksamkeit.
Rei_Lilith
07.05.2007, 08:00
Ich möchte keinesfalls den Zorn der jugendlichen Mitleser/ - schreiber auf mich ziehen. Ich bin überzeugt, wenn Ihr Euch aktiv in diesem Forum betätigt, habt Ihr Euch sicher eingehender mit der Psyche/ dem Wesen Eures Tieres auseinandergesetzt und gebt Euch genauso viel Mühe, ihm ein artgerechtes Zuhause zu geben, wie jeder Erwachsener es tun sollte. Mein Text bezieht sich mehr auf Kinder in einem sehr jungen Alter.
ABER:
Kein Tier sollte als Spielzeug für ein Kind angeschafft werden. Egal wie klein, plüschig und nett ein Kaninchen, Meeri, Hamster etc. sein mag. Es sind lebende Wesen mit Bedürfnissen, keine Spielzeuge.
Viel zu oft werden gerade Nager als Spiel-Objekt für ein Kind gekauft. Viele dieser Tiere sind nachtaktiv. Viele dieser Tiere sind elementar auf die Gesellschaft wenigstens eines Artgenossen angewiesen, um ein einigermaßen artgerechtes Leben führen zu können. Ein Kaninchen ist ein Fluchttier. Eine nach ihm greifende und es hochhebende Hand assoziiert es mit einem Raubvogel. Es hält AUS ANGST still, da sich seine Art in solchen Situationen eben so verhält. Auch Meerschweinchen sind keine Streicheltiere. Auch wenn mancher Nager sich sicher gerne mal bekraulen lässt.
Auch wenn sich ein Tier vielleicht stärker auf seinen Menschen fixiert, wenn es keinen Artgenossen an seiner Seite hat: Es ist egoistisch und grausam, diese Tiere aus diesem Motiv allein zu halten.
So viele Erwachsene denken über diese Dinge viel zu wenig nach, wenn sie ihrem Kind das neue Käfigtier zur Bespaßung präsentieren. Ich bin wirklich der Meinung, dass die Verantwortung für ein Tier, und sei es noch so klein, in die Hände eines Erwachsenen gehört. Damit meine ich nicht, wer das Tier füttert und den Käfig saubermacht etc. Aber man sollte als Elternteil nur ein Tier in die Familie aufnehmen, für das man sich auch selbst begeistern oder zumindest interessieren kann. Über kurz oder lang wird - bei jüngeren Kindern - der Zeitpunkt kommen, an dem das Tier nicht mehr so spannend ist wie am Anfang. Will ich dann jeden Tag mit meinem Kind den Kampf ausfechten, wer jetzt den Käfig saubermacht?
Meiner persönliche Meinung nach ist ein Hund oder eine Katze ein weitaus Kind-geeigneteres Haustier als ein kleiner Nager. Auch an einem nicht für sie ganz persönlich gekauften Tier können Kinder toll Verantwortung lernen zu tragen und all die tollen Dinge erleben, die man eben nur mit Tieren erleben kann. Jedes Kind sollte die Chance haben, in Gesellschaft von Tieren aufzuwachsen, weil das einfach wundervoll und bereichernd sein kann. Aber die Verantwortung gehört in die Hände der Erwachsenen oder älteren, reiferen Kinder/ Jugendlichen.
Bittebittebitte jetzt nicht sagen, ich würde alle Kinder über einen Kamm scheren. Ich bin aber absolut gegen den Kauf eines Tieres zur Bespaßung des Kindes. KEIN Grundschulkind kann die Verantwortung für ein Tier allein tragen oder besitzt die Weitsicht eines Erwachsenen. Auch wenn es noch so brav den Käfig putzt. Die Verantwortung und Aufsicht über ein wenigstens halbwegs artgerechtes und glückliches Leben muss bei den Eltern liegen und diese müssen sich dieser Verantwortung bewusst sein und sich entsprechend informieren und engagieren.
sandseba
07.05.2007, 19:59
Da kann ich nur zustimmen. Ich bin selbst Mutter von zwei sehr kleinen Kindern (fast 3J. und 10 Monate).
Wir aben uns vor kurzem eine Katze ins Haus geholt und meine Tochter hat sich riesig gefreut. Sie will mir auch immer helfen, beim Katzenklo sauber machen (da halte ich sie noch zurück) und füttern. Außerdem will sie ständig mit Ami kuscheln. Ich muss dazu sagen, dass sie mit Tieren aufgewachsen ist und weiß, dass man einer Katze nicht am Schwanz zieht. Aber auch diese ständige Knuddelei geht der gemütlichsten Katze mal auf die Nerven.
Deshalb sollte man sich auch bewußt darüber sein, dass das Tier, egal ob Hund, Katze Maus, auch eine Rückzugsmöglichkeit haben muss. Und zwar gerade auch wenn kleinere Kinder im Haus sind.
Wichtig fand ich auch den Punkt, dass irgendwann einmal der Zeitpunkt gekommen ist, wo man sich von seinem Tier trennen muss.
Man sollte dann so fair sein und dem Tier so viele Schmerzen wie möglich ersparen. Ich selber hatte das Anfang 2006 mit unserem Schäferhund, der wegen HD eingeschläfert werden musste. Es war verdammt schwer und wir haben lange getrauert, aber für ihn war es einfach das Beste so.
Wenn ich also in so einer Situation nicht stark genug sein kann, mein Tier gehen zu lassen, sollte ich mir am besten gar nicht erst eins ins Haus holen.
Und was man auch absolut NIEMALS tun sollte, Tiere verschenken. Es sei denn, es ist mit dem Beschenkten abgesprochen, er ist damit einverstanden und wollte sich sowieso in absehbarer Zeit genau dieses Tier kaufen.
knoppers
07.06.2007, 09:35
Man sollte sich vorher auch genauestens über die Tierart selber informieren....
Hallöchen,
ich stimme voll und ganz mit allem zu, man sollte sich vorher Gedanken machen!
Allerdings kommt es auch ab und zu mal vor, dass man unerwartet Tiereltern wird.
Bei mir standen eines Tages die Nachbarn vor der Tür und haben mir zwei Katzenbabys in die Hand gedrückt...
Glücklicherweise kenne ich mich mit Katzen schon aus, darauf haben die wohl gebaut.
Ganz wichtig finde ich noch:
Auf der Suche nach Informationen nicht jedem alles glauben! Vor allem nicht dem Personal in der Zoohandlung, das sich doch ach so gut auskennt!
Besser, immer mehrere Meinungen zu vielen Themen einholen!
OT: In Sachen Tierheim hab ich bisher nur wirklich gute Erfahrungen gemacht!
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