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Vollständige Version anzeigen : Scheidenentzündung - wer weiß Rat???


Lisari
27.11.2007, 22:29
Hallo!

Habe meine Häsin seit etwa Mitte des Jahres gemeinsam mit einem kastrierten Bock, sowie zwei Meeries in Außenhaltung.
Schon sehr früh fiel mir Abends bei einer Kontrolle auf, das meine Häsin eine rote angeschwollene, leicht eitrige Scheide hatte. Da sie ansonsten völlig fit war, wollte ich noch bis zum nächsten Morgen warten. Allerdings war es am nächsten Tag schon erheblich besser und heilte weiterhin ab, sodaß ich zunächst dachte es sei vielleicht eine einmalige Verletzung.
Doch einige Zeit später sah es noch böser aus, sodaß ich diesmal doch lieber gleich zum TA ging. Leider konnte mir die Ärztin keine genauere Ursache dafür nennen, meinte nur, das das häufiger bei abwehrschwachen Kaninchen mal der Fall sei.
Die Häsin bekam Antibiotika und ich eine Salbe, die ich ihr nun 2x täglich (nach Reinigung) auftragen mußte. Nach etwa zwei Wochen war alles komplett verheilt.
Doch jetzt geht es (nach etwa 2-3 Wochen) von vorne los und ich frage mich wirklich, ob es sinnvoll ist erneut zum TA zu gehen, evtl. einen anderen?
Eigentlich frage ich mich wie das Tier ständig an eine derartige Entzündung kommt, ob es nicht möglich ist schon vorbeugend etwas zu tun?
Schließlich ist es ja auch noch zusätzlicher Stress für das Tier, wenn ich ständig damit zum TA fahre und das kann ja auch nicht die Lösung sein :mad:.
Hat vielleicht jemand Erfahrung damit?
Übrigens habe ich heute beiläufig erfahren, das sie "Züchterin" ebenfalls damit mal Probleme hatte und das es sogar tödlich ausgehen könne?!
Wäre für hilfreiche Antworten wirklich dankbar...

LG
Lisari

Alana
27.11.2007, 22:38
Hallo Lisari,


geh zu einem anderen Tierarzt und lass das Tier nach Möglichkeit schallen. Das riecht mir nach einer Gebärmutterentzündung und die kann unbehandelt tatsächlich tödlich enden.

Einfach nur nichts tun oder wie es leider häufig von Tierärzten praktiziert wird, auf Verdacht Antibiotika geben, bringt nichts. Und der Streß, den Du der Häsin durch die Fahrten zum Tierarzt bereitest, ist nichts im Vergleich zu den Schmerzen die sie sicherlich hat.

Wenn es wirklich eine Gebärmutterentzündung und keine oberflächliche Scheidenentzündung ist, kann es sein, daß eine Kastration der einzige Weg ist, das Leben Deiner Häsin zu retten. Der Eingriff ist nicht ungefährlich und sollte wenn, dann so schnell wie möglich gemacht werden, solange das Tier noch einigermaßen fit ist.

Mit Abwehrschwäche hat das im Übrigen nichts zu tun, viel eher sind häufige Scheinschwangerschaften ein Auslöser. Ich habe bei meinen Vermittlungskaninchen relativ häufig mit der Problematik zu tun, hauptsächlich bei dominanten Häsinnen ab 5 Jahren.

Lisari
27.11.2007, 23:07
Hallo Alana :)!

Danke für die schnelle Antwort. Habe vergessen zu erwähnen, das die Maus erst Anfang des Jahres geboren ist, und eigentlich eher unterwürfig ;). Aber hört sich ja leider wirklich danach an. meinst Du sie bekommen das auch schon so früh? Hört sich ja gar nicht gut an, muß gestehen sie ist mein Liebling aus der Gruppe...
Wie gefährlich ist denn so eine Kastration bei weiblichen Kaninchen? Wie lange dauert es danach, bis sie wieder fit ist? Müßte sie dann ins Haus, gerade jetzt im Winter? Öhm, und wie teuer (mir ist es fast egal - aber mein Mann :rolleyes:) wäre in etwa so eine Untersuchung und OP?
Mensch, gerade jetzt, wo ich in zweieinhalb Wochen für drei Wochen weg muß :(.

Denke auch ich werde es noch mal mit (m)einem anderen TA versuchen, mit dem jetzigen bin ich trotz guten Rufes schon länger nicht mehr zufrieden :(.
Der andere TA ist einfach gründlicher - auch bei Kleintieren!

Lisari
28.11.2007, 11:52
So, habe gerade einen Termin für heute Nachmittag beim anderen TA ausgemacht.
Hoffe es ist nicht so schlimm wie es aussieht :(...

Alana
28.11.2007, 12:36
Hallo Lisari,


ich habe selten junge Kaninchen, bei mir landen hauptsächlich alte, ausgemusterte Kinderzimmertiere. Daher beschränken sich meine Erfahrungen mit Gebärmutterentzündungen auf die schon genannten dominanten Häsinnen ab etwa 5 Jahre. Eine junge Häsin hatte ich, die ich prophylaktisch kastrieren ließ - sie brachte es mit 14 Monaten auf stattliche 20 Scheinschwangerschaften, da hat mir dann der Tierarzt zum Eingriff geraten.

Die Kastration ist nicht ungefährlich, es ist nun mal ein Eingriff in den Bauchraum. Allerdings ist weniger die OP an sich riskant, das Problem liegt im leider sehr labilen Kreislauf der Kaninchen. Bei Hunden und Katzen ist es ja kein solches Problem, wenn sie nach einem größeren Eingriff ein paar Tage nicht fressen wollen, beim Kaninchen kann das das Todesurteil sein, da sie fressen müssen, um Verdauung und Kreislauf aufrecht zu erhalten.

OP im Winter bei Außenhaltungskaninchen ist natürlich immer ganz besonders prickelnd. Ich würde in so einem Fall das Tier aber weiterhin draußen halten, aber eben unter modifizierten Bedingungen, also kleine, weich ausgepolsterte, wettergeschützte Box, evt. auch mit der Möglichkeit, mit Rotlicht zu bestrahlen.

Kosten - nun, die sind abhängig von der Gebührenordnung, ich weiß nicht, welchen Satz Dein Tierarzt benutzt. Bei mir hier rechnen die meisten mit dem einfachen, maximal zweifachen Satz ab. Du wirst aber schätzungsweise mit 200-300 EUR rechnen müssen, der Eingriff ist etwas teurer wie die Kastration einer Kätzin oder Hündin.

Ich drücke auf jeden Fall alle Daumen, daß die Häsin um eine OP herumkommt!

Lisari
28.11.2007, 20:11
Also, der TA hat das Kaninchen schon mal wesentlich gründlicher untersucht, wie ich finde. Dabei hat er ihm auch Urin "ausgedrückt" und einen Teststreifen reingehalten. Die Blase sei ok, er könne nur eine Scheidenentzündung feststellen. Erleichtert meinte ich die Häsin habe dann ja auch vermutlich nichts an der Gebärmutter, woraufhin der TA meinte die Möglichkeit könne leider schon bestehen, er würde es aber gerne noch mal mit Antibiotika versuchen, aber diesmal sei keine Salbe nötig.
Samstag solle ich dann nochmal wieder mit der Häsin vorbeikommen, dann würde er gegebenfalls einen Ultraschall machen, wenn es nicht besser geworden sei.
Bin ja mal gespannt, hoffe nur es ist wirklich keine Gebärmutterentzündung, das wird finanziell schwierig :(...

Alana
28.11.2007, 23:19
Ich drücke sämtliche Daumen, daß die Medikation greift. Was für ein Antibiotika hast Du nun bekommen und wie wird es verabreicht?

Lisari
29.11.2007, 20:13
Danke, ich hoffe es hilft :).
Das Antibiotika hat der TA gespritzt, daher weiß ich nicht welches :o. Ich meine er hätte gesagt es hält für zwei Tage(?).

Lisari
01.12.2007, 18:21
Das Daumendrücken hat geholfen ;) *freu*.
War heute Morgen ja noch mal beim TA und er meinte es sei wesentlich besser geworden. Eine Gebärmutterentzündung schließt er aus verschiedenen Gründen aus, zumal der Allgemeinzustand des Kaninchens auch viel zu gut sei :).
Er hat der Häsin noch einmal Antibiotika gespritzt und meinte normal müßte es damit gut sein, ansonsten solle ich mich halt noch mal melden.
Puh, was für eine Erleichterung :D, da hat sich doch noch alles zum Guten gewendet.
Finde auch gut, dass der TA mich darauf hinwies - wie auch bei meinem anderen Kaninchen vor einiger Zeit - dass die Häsin in einem sehr guten Futterzustand sei, weder zu dick noch zu dünn und zudem schön Muskeln hat :nicken:.

Und vielen Dank Alana nochmal für Deine Tips :).

Lisari
11.12.2007, 23:11
Habe heute noch mal nachgeschaut. So wie es ausschaut haben wir es nun endgültig überstanden - keine Borke, kein Blut oder Eiter, nicht mal eine Rötung :) - alles hellrosa wie es sich gehört *freu*.

Lisari
25.03.2008, 15:07
Hallo!
Mal zur allgemeinen Info!
Habe mittlerweile zu einem "Kaninchenspezialisten" gewechselt, da es wieder von vorne losging.
So wie es ausschaut ist es doch eine Gebärmutterentzündung.
Frieda wird daher nächste Woche Montag die Gebärmutter entfernt, ich hoffe das es gut geht und sie danach endlich gesund bleibt, was sie ansonsten auch laut TÄ ist :).

LG
Lisari





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