Vollständige Version anzeigen : Gitternagen
Pennywise
14.10.2006, 12:52
hallo,hab ein problem mit meinem kleinen hamstermännchen.in der anfangszeit hat er ab und zu am gitter genagt,das hat allerdings aufgehört als er sein großes laufrad bekommen hat.
jetzt ist er mir letztens aus dem geschlossenen! käfig abgehauen(kleiner künstler;) ) und nagt seit dem wieder und zwar extrem.
weiß jemand was ich dagegen tun kann?hat auslauf,kletter- und nagemöglichkeiten,ja sogar ein sandbad!weiß mir nich mehr zu helfen:confused:
LG Penny
Hallo Penny,
wie groß ist denn der Käfig, den Dein Hamster hat? Die handelsüblichen Hamsterkäfige sind in aller Regel viel zu klein, genauso wie die Laufräder.
Meine Hamster hatten einen Käfig mit 120x60cm Grundfläche, die sehr hohe Bodenwanne hatte ich mit viel Einstreu und Strohhäcksel gute 20cm aufgefüllt, es gab zudem noch Sandbad (mit Chinsand, Vogelsand ist durch die Beschaffenheit der Sandkristalle schädlich für das empfindliche Hamsterfell), viele Versteck- und Bunkermöglichkeiten, das Laufrad hatte 30cm Durchmesser. Die Hamster (natürlich immer einzeln gehalten, aber eben doch mehrere im Lauf der Jahre) haben nie an den Gittern genagt und selbst das Laufrad mehr oder weniger ignoriert. Sie hatten einfach genug Fläche, um sich auszutoben und das brauchen sie einfach.
Viele Grüße,
Alana
hey =))
mein zweiter hamster war anfangs auch so ein irrer nager^^
aber wie du schon sagst nach seinem kleinen ausflug
wurds wieder schlimmer...
ich hab ihn immer eine stunde am tag frei im bad
(weil er sich da nicht verschlupfen kann) laufen lassen!
und dann hat er aufgehört ;)
aber das mit der käfiggröße ist auch wichtig:nicken:
Evangeline
22.10.2006, 18:35
Mein beiden ersten Hamster waren auch immer der Meinung, wie bescheuert am Hamsterkäfig rumnagen zu müssen, um mich so die ganze Nacht wachzuhalten.. Ich denke, das ist einfach so'n Tick von denen..
Also, ein Tock ist das nicht! Jedenfalls keiner, der jeder Hamster immer gleicht hat. Das Gitternagen kommt davon, wenn das Tier nicht ausgeglichen ist. Dazu gehört ein sehr grosser Käfig mit Etagen, genug Tiefe zum buddeln usw.
Mein Käfig ist so wie der von Alana, der Text könnte von mir stammen. Jedoch benutz meiner auch das Rad sehr gerne (habe ein WodentWheel, das einzige vom Tierschutz akzeptierte!), jedoch nicht die ganze Nacht lang oder so;)
Auch habe ich kein Gitternagen zu vermerken, noch nie gehabt. Bei uns an der Uni testete man eben auch gerade das, und was abhilfe schaffen kann (verschiedene Einstreutiefen, Käfiggrössen, Laufräder, usw.)
Das Resultat war, dass die Einstreutiefe nicht so wichtig war (aber als minimum 15cm herhalten müssen!), sondern die Käfiggröse in verbindung mit Laufräder, Etagen, anderen Beschäftigungsmöglichkeiten!
Mit dem Resultat darf man nun anfangen, was man will... Ich habe mir darauf eben ein solch gutes Laufrad bestellt, bisher fand ich es überflüssig (und mein Hamster nagte auch nicht). Jedoch um ihm ein wenig Abwechslung zu bieten, versuche ich eben auch wieder neues einzubauen
Hallo,
Jedoch benutz meiner auch das Rad sehr gerne (habe ein WodentWheel, das einzige vom Tierschutz akzeptierte!), jedoch nicht die ganze Nacht lang oder so
Das WodentWheel hab ich auch, sonst gibts ja auch nichts auf dem Markt, in dem ein Mittelhamster ohne Kreuzschmerzen laufen kann. Meine letzten 3 Mittelhamster sind immer nur ganz kurz darin gelaufen und haben es danach eher als Futterbunker denn als "Sportgerät" benutzt.
Nur der verrückte Roborowski konnte von dem Rad nicht genug kriegen und hat darin vermutlich für Marathondistanzen trainiert.
Was ist das denn für eine Untersuchung mit der Einstreutiefe? Ich hab bei meinen Hamstern die Erfahrung gemacht, daß ihnen eine tiefe Streu (mehr als 15cm) deutlich lieber war. Die waren zeitweise tagelang unsichtbar, weil sie sich ein ausgedehntes Gangsystem angelegt hatten. War witzig, wenn man morgens den Käfig angeschaut hat, waren öfter mal Häuschen und andere Einrichtungsgegenstände "tiefer gelegt", weil eingegraben. Unglaublich, was so ein kleiner Hamster in einer einzigen Nacht schafft ...
Etagen waren eher nicht so ihr Ding, hatte zwar diverse eingebaut und über verzweigte Naturäste miteinander verbunden, aber meine Hamster gehörten alle zur "bodenständigen" Sorte.
Viele Grüße,
Alana
Also das mit der Einstreutiefe war so, dass man einen Unterschied zwischen wenig und 15cm oder mehr bemerken konnte am umorientieren Verhalten (weiss nicht, ob dir das ein Begrif ist aus der Ethologie? Ich erklärs sonst gerne...) Sogar einen erheblichen. Aber der Unterschied zwischen 15cm und mehr war kaum mehr feststellbar. Natürlich haben die Hamster mehr Spass am Graben, wenn sie tiefer können, mehr Gänge und so. ABer am umorientierten Verhalten änderte sich nichts mehr, das hörte bei beiden auf oder entstand erst gar nicht. Von dem her kann man sagen, dass es "egal" ist, ob 15cm oder mehr, aber mind.15cm. Jedoch hat ein Hamster mehr Spass an mehr als 15cm, denn Buddeln und Gänge bauen kann er mehr...
So, hoff einmal, dass klar rüber gekommen ist, was das Ergebnis war. Kurz: nicht weniger als 15cm, wenn mehr, um so besser:)
Mit den Etagen: Meiner liebt die, obwohl er auch tiefes Einstreu hat. Ich habe aber keine Äste genommen, weil ja Hamster sehr ungeschickte Kletterer sind. Ich habe Treppen gebaut, und er liebt es einfach. Mitlerweilen hat er drei Etagen und er nutz sie alle ausgiebig. Musst einfach aufpassen, dass er nicht mahr als 20cm fallen kann! Am Anfang hatte ich noch keine Etagen gebaut, da ist er immer am gitter hoch gekraxelt (und wer weiss, wie das ein Hamster macht, weiss auch, dass das ein Sportsakt war.) Darum habe ich ihm dann auch Etagen gebaut.
Beim Rad wars so: Am Anfang kam er kaum mehr raus, soviel Spass hatte er daran. Vorher hatte ich keines, weil eben alle zu klein oder zu gefährlich waren... Und kaum stand das WW drin, drehte sich das die ganze Nacht. mitlerweilen hat sich das eingependelt, jetzt braucht ers nur so zwischen durch noch... Süss ist, wenn er darin sitz, ich misten will (miste immer abends/nachts) und er, ist ja schon sowieso ängstlich, rennt davon. Nur hat er nicht bemerkt, dass er ja im Rad sitzt und er nicht weiter kommt...:lach: Einfach nur süss. Das tönt ein bisschen brutal, aber so ängstlich is er nicht, er erschrickt einfach rasch. Is aber ein normaler Hamster, kann ich ohne Probleme rausnehmen, aber wie das so ist bei diesen tieren: sie sind keine Kuscheltiere!
Evangeline
23.10.2006, 15:13
Hmm.. Also ich glaube wirklich nicht, dass das Gitternagen auf irgendeinen Mangel etc. hinweist..
Mein Käfig ist groß genug, hat viele Etagen u.s.w.
Und schaden tut es ihnen doch nicht, oder? Ich dachte eigentlich immer, dass das für die Zähne gut wäre, weil sie dann nicht zu lang werden.. Dafür habe ich auch so'n komischen Nagestein, den man mir in der Zoohandlung empfohlen hatte..
Ich bin noch am Überlegen, ob ich bald mal zum Tierarzt gehe und Nepi einfach mal so durchchecken lasse, schaden kann's nicht, dann kann ich ja mal nachfragen, was es damit auf sich hat.. ;)
Hallo Evangeline,
wie groß ist denn Dein Käfig nun?
Dauerhaftes Gitternagen schädigt auf jeden Fall. Die Zähne können dabei abbrechen und der Hamster kann Stereotypen entwickeln (wie die berüchtigte "Laufradsucht").
Gitternagen hat keinen guten Einfluß auf die Zähne. Da tust Du mit Zweigen, Nüssen, Kapokschoten, die er aufknabbern muß, um an das Nistmaterial zu kommen etc. Deinem Hamster was Besseres.
Die Nagesteine kannst Du getrost in die Tonne kloppen. Die bestehen entweder aus Salz oder aus Gips - da besteht bei einem Tier wirklich wenig Bedarf, denn das handelsübliche Futter ist meist schon überfrachtet mit Zusatzstoffen.
TA ist so prinzipiell keine schlechte Idee - aber Hamsterspezialisten sind schwer zu finden. Schau auf jeden Fall, daß der TA, den Du aufsuchst, Facharzt für Heimtiere ist.
@Roona: umorientiertes Verhalten ist mir ein Begriff. Ich muß mich in meiner THP-Ausbildung auch mit Ethologie befassen, mache das momentan sogar hauptsächlich, da ich sehr viel Haltungsberatung für Heimtiere und Vögel mache.
Ich habe übrigens absichtlich sehr stark verzweigte Äste (Korkenzieherhasel) genommen - die waren so dicht verzweigt, daß das wie ein Netz war und auch den ungeschicktesten Hamster bei einem möglichen Absturz sanft federnd aufgefangen hat. Meine halsbrecherischen Gesellen hatten allesamt das Hobby, sich am Gitterdach des Käfigs herumzuhangeln. Und daß das bei Hamstern nicht wirklich ohne Abstürze abgeht, ist klar.
Viele Grüße,
Alana
Garfield
24.10.2006, 18:19
meiner hat das nur gemacht wenn er raus wollte:D
Also mein Hamster fühlt sich wohl im neuen Käfig (Chincillakäfig), mit Etagen und tiefer "Wanne". Sie buddelt ihn ihn, sitzt auf ihren Etagen - und nutzt das Laufrad selten.
Sie bekommt eigentlich jeden Abend Auslauf.
Vorher hat sich übrigens auch chronisch am Gitter genagt( im kleineren Käfig) - abgesehen sie durfte raus, aber damals musste sie ja erstmal zahm werden.
Pennywise
27.10.2006, 18:05
wunderbarer weise hat sich das gitternagen bei meinem kleinen kerlchen so gut wie eingestellt.hab übrigens auch das wodent wheel,das findet er voll klasse.blöd is nur das er immer erst halb 10 aufwacht.aber kurz darauf setz ich ihn dann in den flur,dass er laufen kann und ich mach nebenbei hausaufgaben oder lese^^
problem is dabei nur das ich ihn nich unbeaufsichtigt lassen kann,weil er manchmal anfängt in zwei ecken vom flur an der tapete hochzukrabbeln,so viel dazu das hamster nich so kletter begabt sind;) mein alter hat das auch gemacht.und ich darf ihn dann immer von der wand pflücken:rolleyes:;)
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