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Vollständige Version anzeigen : Borreliose


Frodibert
27.10.2005, 20:57
Nachdem es unserem Beagle am Dienstag ziemlich schlecht ging (Durchfall und mit einem Hinterbein konnte er nicht auftreten), hat der Tierarzt eine Blutuntersuchung machen lassen. Heute habe ich das (erste vorläufige) Ergebnis: er könnte evtl. Borreliose haben, da bestimmte Werte darauf hindeuten. Es wird aber noch eine genauere Analyse gemacht, das dauert allerdings bis Dienstag!
Hat jemand schon mal von dieser Krankheit gehört bzw. am eigenen Hund erlebt? Ich habe in meinen Büchern nur gefunden, dass es von Zecken übertragen wird, die beschriebenen Symptome waren allerdings anders. Kann mich auch nicht an einen Zeckenbiss erinnern.
Wie sieht die Behandlung aus?

Bin für jede Antwort dankbar!

Barney Bär
28.10.2005, 08:25
Hallo Frodibert,

also selber Borreliose hatten wir noch nie, aber den Verdacht darauf. MEin Hund hatte auch plötzlich Bewegungseinschränkungen, kriegte der Kopf nur noch mit quitschen hoch und kam keine treppe hoch....

Wir ihn also untersuchen lassen, sah ungefähr so aus, das man ihn auf den Kopf stellte und schüttelte, alles nagativ, dann blieb als letztes: Verdacht auf Borreliose. Meine Tierärztin meinte, das gerade die Bermer dafür anfällig wären :( .

Sie hat mir erklärt, das es zwei Arten von Bluttest gebe. Teuer und billig ;)
Naja, klar teuer ist zu verlässiger, klar. Haben dann teuer machen lassen. Sie erklärte mir, das die Behandlung von Hund zu Hund schon individuell gestaltet werden müssen. Alter, Konstitution und Krankengeschichte ist schon wichtig.
Wenn der HUnd schon ein gewissen "Alter" erreciht hat, kann man während der Schübe wohl mit Cortison arbeiten, ansonsten wohl nur andere Entzündungshemmer.

Aber guck doch mal hier: hufrehe.org (http://www.kater-karlo.com/cgi-bin/forenserver/foren/F_0026/cutecast.pl?session=CjrK1Vntj1qGX2biaJE1CWHuds&action=&forum=&thread=&user=&query=&msgid=&page=&sort=&do=&key=&others=)

ist zwar über Pferde, aber über Zeckenkrankheiten, auf sehr gutem Stand....

Grüße Barney Bär

Und gute Besserung natürlich!!!!

PS: Mein Dicker hatte sich dann doch "nur" einen Wirbel ausgerenkt, einmal zur Ostheotherapeutin und gut wars wieder.... :)

Nanny
28.10.2005, 16:31
Der Hund meiner Freundin hat/hatte Borreliose. Ich weiß nicht mehr wie es ihr geht, aber sie hat bestimmt 7 Jahre ohne Beschwerden damit leben können. Allgemein kann man mit Borrelliose wenn es rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt wird lange leben (auch Mensch). Ich weiß nicht viel, aber das wollte ich nur mal sagen.

Frodibert
29.10.2005, 11:06
Danke erstmal, das macht mir doch wieder etwas Mut! :)
Ich war auch nicht untätig und habe unter anderem diese HP gefunden:
http://www.animal-health-online.de/drms/klein/borreliose.htm
Die dort beschriebenen Symptome passen da schon eher...aber es wird auch gesagt, dass die Krankheit heilbar ist. Und bei meinem Frodi kann es mit der Infektion ja noch nicht so lange her sein, er zeigt ja noch vergleichsweise schwache Symptome.
Das Ergebnis werde ich nun am Dienstag erfahren. Werde dann Bericht erstatten!

Frodibert
05.11.2005, 12:16
Gute Nachricht: Frodo hat keine Borreliose. Die Blutwerte und das Lahmen lassen sich wohl auch durch den Flüssigkeitsverlust erklären. Wahrscheinlich hatte er "nur" ne heftige Darmentzündung.

Shadowfax
18.11.2005, 22:31
Hmm gut das ist schön zu hören... Ich empfehle aber allen ihre Hunde gegen Borreliose impfen zu lassen das kann man nämlich aber es ist kein 100 % iger Impfschutz nur so als Tip. Mein Hund hatte nämlich Borreliose und mein armes Beaglechen konnte zwischen drin nur sehr schlecht laufen und bücken konnte er sich auch schwer.
Hat dann Präperate für die Gelenke bekommen und Antibiotikum. Jetzt geht es ihm wieder gut und jetzt ist er auch gegen Borreliose geimpft.

France
19.11.2005, 19:11
Die Impfung gegen Borreliose halte ich für nicht unbedingt sinnvoll, da der Impfstoff gegen Borrelien aus USA entwickelt wurde, die sich aber in ihrer Antigen-Kombination stark von den in hiesigen Zecken enthaltenen Borrelien unterscheiden und demnach höchstens durch einen reinen Glückstreffer eine Infektion verhindert werden kann.

Flower
16.07.2006, 16:22
Hallo,

bei aktuellem Interesse findet man hier zwar Schwerpunkt Pferde Infos, sind aber auch für Hund, Katze Mensch übertragbar.
Mit vielen weiteren hilfreichen Links.

http://www.borna-borreliose-herpes.de/

L.G.
Flower

karo900
25.07.2006, 16:04
Ich empfehle aber allen ihre Hunde gegen Borreliose impfen zu lassen das kann man nämlich aber es ist kein 100 % iger Impfschutz nur so als Tip.
Das erzählen die Tierärzte gerne, aber es stimmt leider kein bißchen, ist nur reine Geldmacherei der TA!

Die Impfung gegen Borreliose halte ich für nicht unbedingt sinnvoll, da der Impfstoff gegen Borrelien aus USA entwickelt wurde, die sich aber in ihrer Antigen-Kombination stark von den in hiesigen Zecken enthaltenen Borrelien unterscheiden und demnach höchstens durch einen reinen Glückstreffer eine Infektion verhindert werden kann.
Besser hätte ich es auch nicht sagen können! :nicken: Nur, dass ich sage, dass man die gar nicht machen soll!

Meine TA riet mir damals auch ganz doll dazu... Ich sagte nur nach kurzer Überlegung, dass ich ihn wenn überhaupt erstmal testen lassen will (damals kannte ich mich auch kein bißchen mit Borreliose aus!), aber ich sagte, dass wenn ich eine Erkältung habe (also infiziert bin) ich mich auch nicht gegen Grippe impfen lassen kann...!

Nach langer Diskussion setzte ich mich durch - GOTT SEI DANK!!! Mein Hund wurde semi-positiv getestet... auch wenn er noch nie die typischen Symptome hatte. Danach erkundigte ich mich im Internet mehr über das Thema. Ein Test ca. 1 Jahr später ergab übrigens, dass er dann semi-negativ war - sein Körper scheint die Borrelien selbst bekämpft zu haben...

Erstens bringt die Impfung, wie France schon richtig erklärte in deutschen Gefilden sozusagen nichts! Zweitens kann die Impfung - wenn der Hund schon infiziert ist - die Borreliose dann "wecken", sie also aktiv machen...!

Aber allgemein: Selbst in Norddeutschland gibt es schon viele "Borreliose"-Zecken. Aber wenn die Zecke schnell gezogen wird, passiert nichts, denn die Zecke überträgt den Erreger erst nach 24-48 Stunden des Saugens. Es gibt zudem viele Hunde, die den Erreger haben, aber ihn entweder selbst bekämpfen (wie mein Hund?) oder aber wo der Erreger einfach nie ausbricht! Man sollte nur die Zeichen der Krankheit kennen, um im Falle des Falles schnell reagieren zu können...

France
25.07.2006, 18:55
Besser hätte ich es auch nicht sagen können! :nicken:

Hab´ja nicht umsonst studiert ;)

Nur, dass ich sage, dass man die gar nicht machen soll!

Das wiederum hatte ich schlicht vorausgesetzt. :rolleyes:

karo900
25.07.2006, 23:58
Das wiederum hatte ich schlicht vorausgesetzt. :rolleyes:
Ich hab es für die anderen nochmal klar formuliert... :lach:





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